Nach und vor einem Anschlag: Prävention und Intervention durch Sicherheitsrunden 13.01.2026

Wir laden Sie herzlich zum Webtalk am 13. Januar 2026 ein. Die Veranstaltung findet von 16:00 bis 17:30 Uhr via Zoom statt.

Mit Erik Alm (KORA Sachsen), Andrea Hübler (RAA Sachsen), Mario Herber und Thomas Herbst (Polizeidirektion Dresden)

Als im Oktober 2020 ein islamistisch radikalisierter Täter in Dresden einen homosexuellen Mann ermordete, wurde deutlich, dass die Einordnung der Tatmotive Kontroversen und Konflikte hervorrief, die nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig Auswirkungen auf die Arbeit der Betroffenenberatung SUPPORT in Sachsen hatte.

Um funktionierende Kommunikationsstrukturen zwischen der Stadtverwaltung, den unterschiedlichen muslimischen Organisationen, Trägern der Sozialen Arbeit und den Sicherheitsbehörden zu entwickeln, hat die Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA Sachsen) in der Vergangenheit „vertrauensvolle Dialoge“ initiiert, um frühzeitig Prävention zu ermöglichen und im Ernstfall Handlungssicherheit, schnelle Zuständigkeitsklärung und gemeinsame Aufarbeitung zu gestalten. Dieser „vertrauensvolle Dialog“ wurde inzwischen zu „Sicherheitsrunden“ weiterentwickelt, die perspektivisch in die Fläche der Polizeidirektionen in Sachsen verstetigt werden sollen. In diesem Webtalk schauen wir uns den Aufbau solcher vertrauensvollen Strukturen genauer an und fragen danach, welche Best Practices sich auch für andere Städte ableiten lassen.

Der Webtalk findet im Rahmen der Reihe „Getroffene Orte“ – Lokale Strategien im Umgang mit islamistischer und rassistischer Gewalt statt, veranstaltet von ufuq.de, dem RADIS-Forschungsnetzwerk und der Bundeszentrale für politische Bildung. Die Mitarbeit von ufuq.de erfolgt im Rahmen von KN:IX connect.