logo-knix-blue

Veranstaltungen

Digitale Train-the-Trainer-Qualifizierung (TTTQ)

Psychologie, Therapie und Pädagogik:
Multiprofessionelle Zugänge zum Verstehen von (De-) Radikalisierungsprozessen

Radikalisierungsprozessen gehen häufig spezifische und unspezifische Krisen voraus. Besonders sichtbar werden ihre Folgen im Rahmen von Distanzierungsarbeit. Hier stößt die Pädagogik an ihre Grenzen, wenn Klient*innen von psychischen Problemen, Traumata oder Störungen betroffen sind. Die Beratungsarbeit und das Beziehungsverhältnis zwischen Fachkräften und Klient*innen können dadurch erheblich erschwert werden. Die richtige Deutung und Identifikation von solchen Problemen ist daher unerlässlich, um den Beratungsfortschritt nicht zu gefährden. Was können psychologische und therapeutische Zugänge in der selektiven und indizierten Prävention leisten und wo liegen die Grenzen? Wie können pädagogische Fachkräfte selbst Problemlagen erkennen und gegebenenfalls von Methoden psychologischer Fachdisziplinen praktisch profitieren, ohne pädagogische Handlungsfelder zu „psychologisieren“?

Um solchen und anderen Fragestellungen nachzugehen, laden wir Sie zu unserer digitalen Train-the-Trainer-Qualifizierung ein. Gemeinsam mit Expert*innen aus psychologisch, psychotherapeutisch und pädagogisch relevanten Fachgebieten möchten wir Wissensbestände zu (De-) Radikalisierungsprozessen erörtern und praxisrelevante Methoden auch anhand von Beispielen erproben.

21. Oktober 2021 | 10:00 - 14:00 Uhr
22. Oktober 2021 | 10:00 - 13:45 Uhr
28. Oktober 2021 | 10:00 - 14:15 Uhr
29. Oktober 2021 | 10:00 - 13:45 Uhr
04. November 2021 | 10:00 - 14:15 Uhr

siehe oben

Zoom

Innovation Lab

Online|Offline – Analyse von Entwicklungspotentialen hybrider Beratungsangebote im Bereich des religiös begründeten Extremismus

am 22. Juni 2021 fand das erste von zwei geplanten Innovation Labs zum Thema statt. Mit Fachkräften aus der Extremismusprävention und Deradikalisierungsarbeit wurden erste Erkenntnisse und Fragen zu Spezifika von Radikalisierungsprozessen im digitalen Raum, neuen Zielgruppen in digitalen und hybriden Maßnahmen und bereits vorhandene oder noch benötigte Ressourcen bei Fachkräften gesammelt.

Im zweiten Innovation Lab greifen wir die Bedarfe und Fragestellungen aus der ersten Veranstaltung auf, um gemeinsam konkrete Handlungsempfehlungen und Ziele zu entwickeln. Durch Szenarien-gestütztes Lernen betrachten wir unterschiedliche Aspekte der Klient*innen-Arbeit online.

  • Was prägt die Lebenswelt von Klient*innen online?
  • Wie lässt sich Social Media nutzen um frühzeitig Trends und Narrative extremistischer Akteur*innen aufzugreifen?
  • Wie können Praktiker*innen diese Beobachtungen in ihrer Praxis verwenden?
  • Was müssen Berater*innen in der direkten Kommunikation mit Klient*innen online beachten?
  • Interesse geweckt?  Die Innovation Labs sollen Schwierigkeiten hybrider Beratungsarbeit sichtbar machen, mögliche Umsetzungsbarrieren minimieren und den Wissenstransfer für die Arbeit in digitalen Räumen voranbringen.

Die Anmeldung zum zweiten Innovation Lab ist auch ohne Teilnahme am ersten Innovation Lab möglich.

02. November 2021

9:00 - 13:00 Uhr

Zoom

Fachtag

Zur Sicherheit: Prävention?
Auswirkungen des Sicherheitsdiskurses auf die Präventionsarbeit von religiös begründetem Extremismus

Versicherheitlichung ist ein Thema, das in diversen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit und Politischen Bildung seit Jahren diskutiert und kritisch hinterfragt wird. Speziell in der Präventionsarbeit von religiös begründetem Extremismus erhöht die gesamtgesellschaftliche Wahrnehmung und die mediale Berichterstattung den Druck auf die beteiligten Akteure aus Zivilgesellschaft, Sicherheitsbehörden und Politik jedoch noch einmal zusätzlich. Welche Auswirkungen hat der Sicherheitsdiskurs auf die beteiligten Organisationen und Institutionen? Wie und in welchem Rahmen kann die Zusammenarbeit in diesem Spannungsfeld gestaltet werden? Und vor allem, wie ist sie unter der Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen überhaupt realisierbar?

Diesen Fragen wollen wir uns als BAG RelEx im Verlauf unseres Online-Fachtags am 10. und 11. November 2021 aus unterschiedlichen Perspektiven annähern.

10. und 11. November 2021

tbd.

Online

Online-Fachgesprächreihe

Innovative Ansätze der politischen Bildung und universellen Islamismusprävention

Auf den ersten Blick erscheint die Präventionslandschaft manchmal wildwüchsig und beliebig. Dabei beziehen sich Modellprojekte, die sich in der Islamismusprävention engagieren, auf sehr konkrete Annahmen über die Ursachen von Radikalisierungsprozessen und verfügen über langjährige Erfahrungen, wie sich Jugendliche gegenüber extremistischen Angeboten stärken lassen. In unterschiedlichen Handlungsfeldern reagieren sie auf Risiko- und Schutzfaktoren, die in der Radikalisierungsforschung herausgearbeitet wurden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Demokratieförderung und Prävention von islamistischen Einstellungen und Orientierungen. Als Modellprojekte spielen sie zugleich eine wichtige Rolle, um auf aktuelle Entwicklungen und sich verändernde Lebenswelten von Jugendlichen reagieren und neue Zielgruppen erreichen können. Die Fachgespräche bieten die Gelegenheit, mit Mitarbeiter*innen von innovativen Modellprojekten ins Gespräch zu kommen und sich über Wirkungslogiken, Methoden und Herausforderungen in der Projektumsetzung auszutauschen.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf jeweils 20 Personen beschränkt, die Gespräche werden nicht aufgezeichnet.

09. November 2021 | 14:30 - 15:45
16. November 2021 | 14:30 - 15:45
23. November 2021 | 17:00 - 18:15
08. Dezember 2021 | 14:30 - 15:45
14. Dezember 2021 | 14:30 - 14:45

Online

Politik- und Pressegespräch

Umgang mit Rückkehrer*innen

Rückkehrer*innen und die (ausbleibende) Rückführung deutscher Staatsangehöriger aus den Camps in den kurdischen Gebieten sind auf politischer, zivil- und gesamtgesellschaftlicher Ebene relevante Themen. Diese greift die BAG RelEx  im Rahmen einer Veranstaltung am 17. November 2021 auf. Wir freuen uns, Sie für diesen Tag zu einem neuen Format begrüßen zu können: unserem ersten Online Politik- und Pressegespräch – dieses Mal live aus den Türmen am Frankfurter Tor in Berlin.

Nach Vorträgen von Prof. Peter Neumann (King´s College London) und Sofia Koller (Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V.) werden wir gemeinsam mit Claudia Dantschke (Grüner Vogel e. V.) und Gästen aus der Politik über den Umgang mit Rückkehrer*innen aus dem so genannten Islamischen Staat diskutieren. Weitere Informationen zur Veranstaltung folgen in Kürze.

17. November 2021

tbd.

Online

Digitaler Workshop

Geteilte Leitgedanken in der Prävention von Rechtsextremismus und Islamismus?

Jugendliche anerkennen und stärken: Geteilte Leitgedanken in der Prävention von Rechtsextremismus und Islamismus?

Anerkennung und Empowerment sind zwei Prinzipien, die vielen Präventionsprojekten im Themenfeld Islamismus zugrunde liegen. Sie gründen in Forschungen zu Radikalisierungsprozessen, in denen die Bedeutung von „grievances“ im Sinne von Marginalisierungs- und Diskriminierungserfahrungen als Risikofaktoren herausgearbeitet wurden. Anerkennung und Empowerment zielen insofern darauf, Erfahrungen von Zugehörigkeit und Teilhabe zu fördern und damit Entfremdungs- und Rückzugstendenzen entgegenzuwirken.

Angesichts der Erfahrungen und Kontroversen in der Präventionspraxis zu Rechtsextremismus, die sich in der Vergangenheit am Konzept der akzeptierenden Jugendarbeit festmachten, geht es in diesem Fachaustausch darum, die Potentiale und Grenzen dieses Ansatzes zu reflektieren und Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen.

Dabei geht es auch um die Frage, ob sich die zwei Phänomenbereiche überhaupt unmittelbar auf einander beziehen lassen: Während es beim deutschen Rechtsextremismus in der Regel um Jugendliche „aus der Mitte der Gesellschaft“ geht, handelt es sich beim Islamismus meist um Angehörige von Gruppen, die strukturellem und institutionellem Rassismus ausgesetzt sind.

Eine weitere Frage ist, ob bei der Fokussierung auf die ideologisierten Jugendlichen die potenziell Betroffenen aus dem Blick geraten und nicht vielmehr ihnen die pädagogische Aufmerksamkeit gelten sollte.

Der Austausch startet mit Impulsen von Expert*innen aus Praxis und Wissenschaft, die ihre Thesen und Perspektiven miteinander diskutieren. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, sich mit Fragen und Beiträgen zu beteiligen.

Eine Veranstaltung für Fachkräfte der Jugend(sozial)arbeit der ju:an-Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit in Kooperation mit der Fachstelle für Pädagogik zwischen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus mit ufuq.de im Rahmen des Kompetenznetzwerks Islamistischer Extremismus / KN:IX sowie ANTIDOT – engagiert gegen Verschwörungserzählungen und der Fachstelle Gender, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.

Anmeldungen bitte bis zum 15. November via: praxisstelle@amadeu-antonio-stiftung.de

18. November 2021

18:00 - 19:30

Online

vergangene Veranstaltungen

Train-the-Trainer-Qualifizierung im Bereich der universellen Islamismusprävention

Bundesweite Fortbildung für Trainer*innen, Multiplikator*innen und andere Fachkräfte im Themenfeld Islam, antimuslimischer Rassismus und universeller Islamismusprävention

Ziel der Fortbildung ist es, pädagogisch und thematisch bereits „vorgebildete“ Teilnehmer*innen in die Lage zu versetzen, selbst Fortbildungen (oder vergleichbare Formate) zu konzipieren und durchzuführen, die sich an der Schnittstelle von Jugend(sozial)arbeit, Pädagogik, politischer Bildung und (universeller) Prävention mit Fragen und Konflikten im Themenfeld Islam, antimuslimischer Rassismus und Islamismusprävention auseinandersetzen.

Das Seminar richtet sich z. B. an Multiplikator*innen aus Verwaltung und Zivilgesellschaft, Betreuer*innen von Referendar*innen oder Mitarbeitende von Präventionsprojekten. Bewerbungen sind bis zum 22. Juli 2021 möglich.

13. bis 16. September 2021

ganztägig

Online

Konzeptwerkstatt

Die Hollywood-Tricks der extremistischen Szene 2.0 | Eine Konzeptwerkstatt zur inhaltlichen und filmwissenschaftlichen Analyse der Peripherie des YouTube-Extremismus

Aufgrund des großen Interesses an unserer ersten Konzeptwerkstatt zur inhaltlichen und filmwissenschaftlichen Analyse bieten wir die Veranstaltung mit einem etwas anderen Fokus erneut an:

Nach über einem Jahr Pandemie, Home-Office und Kontaktbeschränkungen ist es an der Zeit, mal wieder über den Tellerrand zu schauen und sich aus einer neuen Perspektive mit dem Thema „Extremistische Akteur*innen auf YouTube“ auseinanderzusetzen.

YouTube stellt für Jugendliche eine wichtige Plattform dar, auf der sie sich über Alltägliches, aber auch über politische oder religiöse Themen informieren. Dieses hohe Mobilisierungspotenzial haben auch Akteur*innen der islamistischen und salafistischen Szene erkannt und verstärken ihre Content-Produktion seit einigen Jahren.

Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit einem Team interdisziplinärer Expert*innen YouTube-Videos extremistischer Kanaltypen zu analysieren und der Frage nachzugehen, welche Inhalte in den Videos kommuniziert werden und wie diese an den Alltag von Jugendlichen anknüpfen. In dieser Konzeptwerkstatt möchten wir auch untersuchen, welche Trends wir in der Online-Präsens extremistischer Akteur*innen erkennen und welche Unterschiede es in ihrer plattformübergreifenden Darstellung gibt.

13. Juli 2021

09:00 - 13:00 Uhr

Zoom

Fachgespräch

Städtischer Raum und Radikalisierung

Sie wollen mehr über das Thema städtischer Raum im Kontext von Radikalisierung erfahren? Dann laden wir Sie herzlich zu unserem digitalen Fachgespräch ein. Im Rahmen der Veranstaltung wollen wir unter anderem der Frage nachgehen, in welchem Verhältnis städtischer Raum und Radikalisierung zueinanderstehen. Weiterhin wird es darum gehen, wie Akteure aus der Präventionslandschaft die räumlichen Gegebenheiten vor Ort in ihre Projektarbeit und -konzeption einbeziehen.

Das Fachgespräch setzt sich aus drei Kurzvorträgen von Expert*innen zusammen, in denen wir sowohl die wissenschaftliche als auch die praktische Perspektive beleuchten. Es wird außerdem ausreichend Zeit geben, um Rückfrage zu stellen und mit den Expert*innen ins Gespräch zu kommen.

Eine Anmeldung ist bis zum 6. Juli möglich, die Zugangsdaten erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung.

8. Juli 2021

14:00 - 16:00 Uhr

Zoom

Innovation Lab

Online|Offline – Analyse von Entwicklungspotentialen hybrider Beratungsangebote im Bereich des religiös begründeten Extremismus

Nicht erst mit Beginn der Pandemie und den damit einhergehenden Lockdowns werden digitale Räume immer relevanter für die Präventionsarbeit. Denn Social-Media-Plattformen werden von extremistischen Akteur*innen bereits heute intensiv genutzt. Radikalisierungsprozesse finden ihren Ursprung immer häufiger in digitalen Lebenswelten.

Ausgehend von verschiedenen Angebotsbeispielen aus dem Feld der Online-Beratung sollen in einem ersten kollegialen Austausch die Entwicklungspotentiale hybrider Beratungsangebote erörtert werden. Wer (vorrangig aus dem Feld der sekundären und tertiären Prävention kommt und) zum Beispiel nach einer Möglichkeit sucht bestehende Angebote hybrider Beratung kennenzulernen, sich themenspezifisch auszutauschen oder eigene Online-Beratungskonzepte vorzustellen und Erfahrungen weiterzugeben, ist bei den Innovation Labs des Kompetenznetzwerks Islamistischer Extremismus (KN:IX) genau richtig!

Präventionsakteur*innen der Phänomenbereiche „Rechtsextremismus“ und „Religiös begründeter Extremismus“ sind gleichermaßen willkommen.

22. Juni 2021

09:30 - 12:00 Uhr

Zoom

Ratlos bei Verschwörungsmythen?

Eine Konzeptwerkstatt zum Umgang mit Verschwörungsnarrativen

Im Kontext der Corona-Pandemie sehen sich Akteur*innen der Präventions- und Ausstiegsarbeit verstärkt mit Verschwörungserzählungen konfrontiert.

Doch wie funktionieren Verschwörungsmythen, was macht sie attraktiv und wie kann man ihnen begegnen? Wir laden Sie ein, diese und andere Fragen im Rahmen einer Konzeptwerkstatt des Kompetenznetzwerks Islamistischer Extremismus (KN:IX) zu diskutieren.

Gemeinsam mit Lisa Geffken und Ferdinand Backöfer von der Fachstelle für Politische Bildung und Entschwörung der Amadeu Antonio Stiftung werden wir ein Handlungskonzept zum Umgang mit diesen Herausforderungen im Berufsalltag erarbeiten.

15. Juni 2021

09:30 - 13:00 Uhr

Zoom

Bedrohungsmanagement

Ein Workshop zum Umgang mit Hochrisiko-Klient*innen

Nicht nur der tödliche Messerangriff in Dresden hat gezeigt, dass die Arbeit mit radikalisierten Klientelen hohe Risiken beinhalten kann. Das Erkennen von Fremd- und Selbstgefährdung bei Hochrisikopersonen benötigt eine besondere professionelle Aufmerksamkeit in der Distanzierungsarbeit.

Im Rahmen des Kompetenznetzwerks Islamistischer Extremismus (KN:IX) laden wir Sie herzlich zu einem Workshop zum Umgang mit dieser Personengruppe ein. Dabei wollen wir gemeinsam den folgenden Fragen nachgehen:

Gibt es Möglichkeiten der frühzeitigen Erkennung von konkreten Bedrohungslagen?

Lassen sich daraus Indikatoren für den diagnostischen Prozess ableiten?

Wie ist in der Praxis mit konkreten Bedrohungssignalen von radikalisierten Menschen umzugehen und wie können sich Mitarbeiter*innen selbst in Gefährdungssituationen schützen?

09. Juni 2021

10:00 - 12:00 Uhr

Zoom

Webtalkreihe

Islamistische und rassistische Anschläge – ein Thema für Schule und Unterricht?

Der islamistisch motivierte Mord an dem französischen Geschichtslehrer Samuel Paty im Oktober 2020 hat auch in Deutschland viele Schulgemeinschaften aufgewühlt. Die Reaktionen von Lehrkräften, Schüler*innen und Schulleitungen waren sehr unterschiedlich. An einigen Schulen kam es zu Diskussionen darüber, wer wann mit welcher Botschaft seine Trauer zum Ausdruck bringt – und wie sich das Gemeinschaftsgefühl in der Schule langfristig stärken lässt.

Die Webtalk-Reihe beleuchtet pädagogische und schulrechtliche Aspekte im Umgang mit islamistischen und rassistischen Gewalttaten im pädagogischen Raum. Dabei geht es insbesondere darum, erfolgversprechende Ansätze vorzustellen und Raum für den Austausch zwischen Lehrkräften, außerschulischen Bildungsakteuren sowie Fachwissenschaftler*innen zu schaffen.

Die 13-teilige Reihe ist eine Kooperation von ufuq.de mit dem bpb/Infodienst Radikalisierungsprävention, der Bildungsstätte Anne Frank, dem Georg-Eckert-Instituts – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, dem Museum für Islamische Kunst. Der Beitrag von ufuq.de erfolgt im Rahmen von KN:IX.

Alle Veranstaltungen finden über Zoom statt. Die Zugangsdaten werden den Teilnehmenden am Tag vor der Veranstaltung zugeschickt. Nachfragen zur Veranstaltung unter webtalk@ufuq.de.

Das vollständige Programm finden Sie hier: www.ufuq.de

23. Februar - 08. Juni 2021

16:00 - 17:30 Uhr

Zoom

Online-Fachtag

Islamismusprävention – im Osten was Neues? Perspektiven für die Präventionsarbeit in den Neuen Bundesländern

Im Mittelpunkt des Fachtags steht die Frage nach den besonderen Merkmalen der universellen Islamismusprävention in Sachsen-Anhalt und anderen ostdeutschen Bundesländern: Worin unterscheiden sich die lebensweltlichen Erfahrungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen Ost und West – und wie lassen sich diese Unterschiede in der praktischen Arbeit aufgreifen? Welche Rolle spielen gesellschaftliche Diskurse vor Ort, beispielsweise über „den“ Islam oder Geflüchtete, für die Attraktivität von islamistischen Ideologien? Mit welchen Herausforderungen und Fragestellungen sind Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen und Fachkräfte aus anderen Bereichen in ihrem Berufsalltag konfrontiert? Und wie lassen sich Religion und Religiosität in einem gesellschaftlichen Umfeld thematisieren, in dem Religion ansonsten oft kaum eine Rolle spielt? Welche Akteure gibt es, die sich in die Präventionsarbeit einbinden lassen?

Wir laden Fachkräfte in Schule, Jugendhilfe, Polizei und Verwaltung ein, Erfahrungen aus Ost- und Westdeutschland auszutauschen und Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen.

Den Einladungsflyer mit weiteren Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie in Kürze auf ufuq.de.

02. Juni 2021

09:00 - 15:30 Uhr

Online

Vorstellung des KN:IX Reports

Entwicklungen im „Islamistischen Extremismus“

Der KN:IX Report 2020 beschreibt die Herausforderungen, Bedarfe und Trends im Themenfeld „Islamistischer Extremismus“ im Jahr 2020. In der Funktion als bundesweite Schnittstelle und Plattform für zivilgesellschaftliche und staatliche Akteur*innen, haben wir als KN:IX Handelnde aus dem Themenfeld befragt, um ein Stimmungsbild zu erhalten.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des 26. Deutschen Präventionstages statt. Dabei werden das Kompetenznetzwerk KN:IX und die Ergebnisse des Reports vorgestellt, um im Anschluss gemeinsam die Herausforderungen für die Zukunft zu diskutieren.

10. Mai 2021

9:00 - 10:20 Uhr

Online

Fachtag

SCHNITT:STELLEN - Erkenntnisse aus Forschung und Beratungspraxis im Phänomenbereich Islamismus

Die Veranstaltung wird von der BAG RelEx in Kooperation mit FoPraTEx – Forschungs-Praxis-Transfer-Islamistischer Extremismus, dem Netzwerk der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des BAMF, ausgerichtet.

Durch den Fachtag soll ein direkter Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Themenfeld gefördert und eine Weiterentwicklungen angeregt werden.

13. April 2021

10:00 - 15:00 Uhr

Online

Konzeptwerkstatt

Die Hollywood-Tricks der extremistischen Szene

Nach einem Jahr Pandemie, Home-Office und Kontaktbeschränkungen ist es an der Zeit, mal wieder über den Tellerrand zu schauen und sich aus einer neuen Perspektive mit dem Thema „extremistische Akteur*innen auf YouTube“ auseinanderzusetzen.

YouTube stellt für Jugendliche eine wichtige Plattform dar, auf der sie sich über Alltägliches und politische oder religiöse Themen informieren. Dieses hohe Mobilisierungspotenzial haben auch Akteur*innen der islamistischen und salafistischen Szene erkannt und verstärken ihre Content-Produktion seit einigen Jahren.

Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit einem Team interdisziplinärer Expert*innen YouTube-Videos extremistischer Kanaltypen zu analysieren und der Frage nachzugehen, welche Inhalte in den Videos kommuniziert werden und wie diese an den Alltag von Jugendlichen anknüpfen.

27. April 2021

09:00 - 12:30 Uhr

Zoom

Online-Workshop

COVID-19 Verschwörungsmythen im Kontext „Religiös begründeter Extremismus“

Verschwörungsmythen und -erzählungen sind oft grundlegende Bestandteile extremistischer Ideologien. Seit Beginn der Corona-Pandemie werden diese von verschiedenen extremistischen Gruppierungen weiterentwickelt und instrumentalisiert. Auch für deutschsprachige Online-Akteur*innen der Extremismusprävention , die im islamistischen und speziell im salafistischen Spektrum arbeiten, stellt die COVID-19 Pandemie ein diskursbestimmendes Thema dar.

Wir laden Sie ein, mit Teilnehmer*innen aus Wissenschaft und Praxis zu diskutieren, inwieweit sich die Narrative der Verschwörungsmythen verändert haben und welche Auswirkungen sich dadurch auf Radikalisierungsprozesse beobachten lassen.

19. März 2021

10:00 - 12:00 Uhr

Zoom

Fachgespräch

Legalistischer Islamismus

Im öffentlichen und politischen Diskurs wird legalistischer Islamismus als „die neue Gefahr“ beschrieben, die immer stärker zu werden scheint. In der Diskussion wird der Begriff dabei synonym mit Begriffen wie politischer Islam oder Islamismus verwendet.

Im Rahmen des Fachgesprächs konnten wir gemeinsam mit den geladenen Expert*innen und Teilnehmenden einen Blick auf die politische Bedeutung des Begriffs werfen, sowie die möglichen Folgen seiner Verwendung diskutieren.

30. März 2021

14:00 - 17:00 Uhr

Online

Fachgespräch

Antimuslimischer Rassismus

Antimuslimischer Rassismus ist ein gesellschaftliches Problem, das auch in Bezug auf unsere Arbeit relevant ist. Bei der Veranstaltung am 17. Februar nähern wir uns dem Phänomen sowohl aus theoretischer als auch aus praktischer Perspektive:

Saba-Nur Cheema (Bildungsstätte Anne Frank) wird in ihrem Kurzvortrag eine theoretische Ausführung und Herleitung zum Phänomen geben. Anschließend richten wir mit dem Kurzvortrag von Karin Meißner (Yallah! Fach- und Präventionsstelle Islamismus und antimuslimischer Rassismus) den Blick auf die pädagogische Praxis. Wir wollen es jedoch nicht bei den Inputs belassen und haben im Anschluss an die beiden Kurzvorträge eine geleitete Diskussion angesetzt. Durch das Zusammenkommen von Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen, wird so Raum für einen fachlichen Austausch eröffnet. Dazu laden wir die Teilnehmenden ein, ihre Expertise im Rahmen der Diskussion mit den anderen zu teilen.

17. Februar 2021

14 - 17 Uhr

Zoom

Virtueller Kaminabend

Das andere Geschlecht – Täter*innen- und Opfer-Konstruktionen im Phänomenbereich religiös begründeter Extremismus

Bestimmte Stereotype treten im Diskurs zu Täter*innengruppen im Phänomenbereich religiös begründeter Extremismus immer wieder in Erscheinung. Obwohl durch die Ausreise junger Frauen und Mädchen aus Europa in den syrischen Bürgerkrieg vermehrt genderrelevante Fragen thematisiert werden, liegt der mediale und politische Fokus nach wie vor hauptsächlich auf männlichen, jungen und/oder migrantischen Tätergruppen. Durch die Betrachtung von Otheringprozessen, Gendernarrativen und Wissensproduktion in diesem Bereich möchten wir gemeinsam mit Ihnen die Möglichkeiten intersektionaler Perspektiven und diskriminierungskritischer Ansätze in der Extremismusprävention diskutieren.

Das Kompetenznetzwerk “Islamistischer Extremismus” (KN:IX) lädt Sie herzlich zu einem virtuellen Kaminabend ein, um sich in einem ungezwungenen Rahmen über Erfahrungen aus der Praxis und Handlungspotenziale diskriminierungskritischer und genderreflektierter Ansätze auszutauschen.

25. Februar 2021

17 - 19 Uhr

Zoom

Konzeptwerkstatt

Psychologie in der Präventionsarbeit

Der Bedarf an Wissenstransfer zu psychosozialen Aspekten von (De-)Radikalisierungsprozessen hat in der Präventionsarbeit in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Fachkräfte begegnen bei ihrer Arbeit Menschen, die mit inneren und äußeren Konflikten konfrontiert sind. Diese Konflikte einzuordnen und entsprechende Lösungsstrategien zu entwickeln, ist nicht selten eine große Herausforderung. Psychologische Handlungskonzepte und -anleitungen könnten dabei auch fachfremden Professionen weiterhelfen. Wir laden Sie herzlich zu einer Konzeptwerkstatt ein, um über aktuelle Bedarfe, bisherige Erfahrungen und mögliche Handlungsstrategien in der Fallberatung zu diskutieren.

02.12.2020

11:00 - 15:00 Uhr

Online

Fachtag

Peer Education in der universellen Islamismusprävention

Peer Education ist ein bewährter Ansatz der politischen Bildung zur Entwicklung einer demokratischen Haltung und Prävention menschenverachtenden Denkens. Doch welche Fach-, Methoden- und Medienkompetenz und welche (strukturellen) Rahmenbedingungen sind erforderlich, um Teamende für ihre Rolle zu qualifizieren? Dieser und weiteren Fragen widmet sich der Fachtag.

Er richtet sich insbesondere an Projekte der universellen Islamismusprävention, die mit dem Peer-Education-Ansatz arbeiten bzw. perspektivisch arbeiten wollen. Der Fachtag soll Raum für den Austausch über Herausforderungen und Gelingensbedingungen in der Qualifizierung von Teamenden bieten und zur Entwicklung von Leitlinien in der Qualifizierung von Teamenden beitragen.

26.11.2020

9:30 - 16:00 Uhr

Online

Online-Workshop

Nutzbarkeit von Evaluationserkenntnissen für die Praxis

Ein Thema, das die Präventionslandschaft in den letzten Jahren bewegt hat, ist die Diskussion über geeignete Methoden, Präventionsmaßnahmen wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren. Im Rahmen von KN:IX veranstaltet Violence Prevention Network in Kooperation mit dem wissenschaftlichen Verbundprojekt PrEval einen digitalen Workshop zum Thema: „The Good, the Bad and the Ugly: Wie können Erkenntnisse aus Evaluationen für Lernprozesse in der Praxis nutzbar gemacht werden?“

20.11.2020

10:00 - 13:00 Uhr

Online

Fachgespräch

Ansätze in der Beratungsarbeit

Die Träger- und Projektlandschaft bietet aufgrund der Förderstrukturen in Deutschland eine große Vielfalt. Dies gilt ebenso für Ansätze, die der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit zugrunde liegen. Inwiefern die jeweiligen Ansätze speziell in der tertiären Prävention gegen religiös begründeten Extremismus von Vorteil sind, ist immer wieder Grundlage für Diskussion. Vor diesem Hintergrund widmet sich das kommende Fachgespräch der BAG RelEx den verschiedenen Ansätzen in der Beratungsarbeit (Ausstiegsarbeit) im Bereich des religiös begründeten Extremismus.

17.11.2020

14:00 - 17:30 Uhr

Online

Fachtag

Radikalisierungsfaktor Soziale Ungleichheit?

In Wissenschaft und Praxis werden diverse Einflussfaktoren für eine mögliche Radikalisierung erforscht, beobachtet und diskutiert. Die Folgen und möglichen Auswirkungen sozialer Ungleichheit werden dabei bisher nur bedingt in den Blick genommen. Dies zeigt sich auch im aktuell noch jungen Forschungsstand zu diesem Themenkomplex. Mit unserem zweitägigen Online-Fachtag Radikalisierungsfaktor Soziale Ungleichheit?  wollen wir Ihnen und uns die Möglichkeit geben sich diesem Thema aus verschiedenen Perspektiven anzunähern.

26. und 27.10.2020

14:00 - 18:00 Uhr bzw. 14:00 - 17:00 Uhr

Online

Fachtag

Religion verhandeln?! Aushandlungsprozesse im Kontext von Demokratie, Gesellschaft und Bildung

An Religion scheiden sich die Geister: Sie ist Ressource, Identität und Gemeinschaft, aber auch Ausdruck von Differenz. Pluralistische Gesellschaften setzen sich in vielfältigen Aushandlungsprozessen mit Religion auseinander. Die sich dabei ergebenden Konflikte sind an sich nichts Negatives, werfen aber wichtige Fragen für den Zusammenhalt der Gesellschaft auf. Gleichzeitig stehen sie für erweiterte Möglichkeiten, die Gesellschaft zu gestalten.

Der Fachtag wird von ufuq.de in Kooperation mit minor – Projektkontor für Bildung und Forschung ausgerichtet.

09. und 10.09.2020

15:00 – 18:00 Uhr bzw. 9:00 – 18:00 Uhr

Berlin

Online-Workshop

Islamische und migrantische Vereine in der Extremismusprävention

Islamische und migrantische Vereine gelten als wichtige Akteure in der Extremismusprävention. Bisher fehlt es jedoch an Erkenntnissen darüber, welche Rolle sie in der Präventionsarbeit einnehmen (können) und mit welchen spezifischen Herausforderungen sie dabei konfrontiert sind. Dr. Jens Ostwaldt stellt seine aktuelle Studie vor, in der deutlich wird, dass sich islamische und migrantische Vereine in einem erheblichen Spannungsfeld von gesellschaftlicher Erwartung und der Verantwortung gegenüber der eigenen Community befinden. Nach dem Input gibt es Raum für Nachfragen und Diskussionsbeiträge.

Dr. Jens Ostwaldt ist seit 2015 Projektleiter der Fachstelle zur Prävention von religiös begründetem Extremismus (PREvent!on) im Demokratiezentrum Baden-Württemberg. Zudem ist er Dozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg im Studiengang Soziale Arbeit. Die Fachstelle PREvent!on ist Mitglied in der BAG RelEx.

03.09.2020

13:00 - 14:30 Uhr

Online

Konzeptwerkstatt

Chancen und Grenzen von Biografieforschung und Typologisierungen

Radikalisierungsprozesse stehen schon lange im Mittelpunkt der theoretischen und praxisorientierten Auseinandersetzung mit Phänomenbereichen des religiös und politisch motivierten Extremismus. Die Ausreisewelle deutscher Dschihadist*innen in den Nahen Osten im Zuge des syrischen Bürgerkriegs verschaffte den Handlungsakteur*innen der Präventionsarbeit sowie sozialwissenschaftlichen Fachdisziplinen die Möglichkeit ihre Wissensbestände auch abseits behördlicher Institutionen deutlich zu erweitern. Zahlreiche Einzelfall-Untersuchungen sowie theoretische Ansätze zur Systematisierung und Typologisierung wurden auf Grundlage dieser Daten veröffentlicht. Um die Chancen und Grenzen der Biografieforschung in der Präventionsarbeit zu diskutieren, laden wir Sie herzlich zu einer Online-Konzeptwerkstatt ein.

02.09.2020

10:00 – 13:00 Uhr

Online

Train-the-Trainer-Qualifizierung (TTTQ)

Online-Beratung in Zeiten von Corona

Die Corona-Krise hat die Notwendigkeit der Digitalisierung von Offline-Angeboten deutlich gemacht. Face-to-face-Kontakte, etwa in Beratungssettings, Therapien oder in der Sozialen Arbeit, sind plötzlich nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt möglich. Um dieser Herausforderung entgegenzuwirken, laden wir Sie zu einer Train-the-Trainer-Qualifizierung mit den Schwerpunkten Chancen & Grenzen der Online-Beratung und Online-Campaigning als Methode der politischen Bildung ein.

25.08.2020
01.09.2020
08.09.2020

jeweils 10:00 – 13:00 Uhr

Online