05.10.2026, 10:00 – 11:30 Uhr
Wenn Klient*innen im Kontext der Extremismusprävention eine dringend notwendige therapeutische Unterstützung ablehnen, wird dies in Berichten oft schnell als „mangelnde Krankheitseinsicht“ interpretiert. Doch hinter einem vehementen „Nein“ steckt in der Praxis meist ein hochkomplexes Geflecht: Die Angst vor Stigmatisierung in der eigenen Community, tief verankerte religiöse Krankheitsvorstellungen oder das ideologische Vorurteil, Psychotherapie sei ein „westliches Manipulationswerkzeug“.
Wie verläuft die Grenze zwischen gesunder Skepsis, Angst und einer totalen Verweigerung? Wann wird Religion zur Ressource und wann zum Hindernis für die Inanspruchnahme von Hilfe? Und wie können Fachkräfte Vertrauen aufbauen, ohne Druck auszuüben?
Über diese und andere Fragen wollen wir bei unserem Sofa Talk miteinander diskutieren.
Die Fortbildung wird von Mitarbeitenden der IFAK e.V. Die Mitarbeit von IFAK e.V. erfolgt im Rahmen von KN:IX connect.